Mit dem 1. September 2014 trat in Kroatien ein Gesetz in Kraft, das die Eingetragene Partner_innenschaft für homosexuelle Paare einführt. Die Einführung ist insofern überraschend, da Kroatien erst Ende letzten Jahres die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau sogar in die Verfassung schrieb.

Die Verfassungsänderung erfolgte nach einer Volksabstimmung im Dezember 2013. Die EP, die bereits im Juli 2014 mit großer parlamentarischer Mehrheit entschieden wurde, bringt ähnliche Rechte wie die Ehe mit sich, die weiterhin nur heterosexuellen Menschen offen steht. Allerdings wurde, trotz breiter Diskussion und vielen Befürworter_innen, gegen ein Adoptionsrecht entschieden. Die neue kroatische Rechtslage ähnelt damit der österreichischen Situation. Kroatien ist der 18. von 28 EU-Staaten, der ein Rechtsinstitut für homosexuelle Paare einführt.

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