Die österreichische Gesetzgebung normiert im Zusammenhang von Erwerbsleben und Homosexualität eindeutig die Verpflichtung der Nicht-Diskriminierung von Personen aufgrund ihrer sexuellen Identität. Im „Gleichbehandlungsgesetz“ werden Rahmenbedingungen festgelegt, die auf verschiedenen Ebenen Diskriminierungen verbieten und damit beseitigen sollen. Neben dem Geschlecht, der ethnischen Zugehörigkeit, Religion und Weltanschauung, Behinderung (wird in einem anderen Gesetz geregelt) und dem Alter ist die sexuelle Orientierung also eine Dimension des Gleichbehandlungsgesetzes.

Gleichbehandlung für Lesben und Schwule bedeutet, dass unter gleichen Voraussetzungen ein/e Arbeitnehmer_in (AN) nicht willkürlich, d.h. ohne sachliche Begründung, schlechter gestellt werden darf als die übrigen AN oder eine Gruppe von AN gegenüber der Mehrheit von AN (z.B. ungleiche Bezahlung bei gleicher Tätigkeit, Ausschluss von betrieblichen Pensionsleistungen etc.).

Bestimmungen werden formuliert hinsichtlich der:

  1. Anwendungsbereiche
  2. Ausnahmen
  3. Ersatzansprüche
  4. Sanktionen und
  5. Durchsetzung

Die Beweislast tragen in jedem Fall die Dienstgeber_innen und nicht die Arbeitnehmer_innen.