Nachbericht 4. LGBT Business Forum am 13.10.2016

Am 13.Oktober 2016 fand – auf Initiative von IBM, QBW und den agpro – zum mittlerweile vierten Mal das LGBT Business Forum statt. In den prächtigen Sälen der Oesterreichischen Nationalbank in Wien konnten sich CEOs und HR-Verantwortliche über Herausforderungen und Best Practices zum Thema sexuelle Orientierung informieren und austauschen. Das vierte LGBT Business Forum hatte seinen Fokus vor allem auf der Erarbeitung von praktischen Handlungsmöglichkeiten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von IBM Generaldirektorin Mag.a Tatjana Oppitz, die sich seit vielen Jahren als Straight Ally in der Diversity-Dimension sexuelle Orientierung engagiert. Univ. Prof. Dr. Ewald Nowotny, der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, betonte die Verantwortung der OeNB, durch innerbetriebliche Maßnahmen, auch einen gesellschaftspolitischen Impuls zu liefern. Im 200. Jubiläumsjahr 2016 der OeNB wird – mit dem LGBT Business Forum als Initialzündung – das Diversity-Thema sexuelle Orientierung forciert. Als Dank für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und als Anerkennung für den Mut, sich mit dem Thema sexuelle Orientierung auseinanderzusetzen, überreichten ihm QBW-Präsidentin Mag.a Astrid Weinwurm-Wilhelm und agpro-Präsident Andreas Hiermayer, eine Regenbogenflagge, mit der die Offenheit der Oesterreichischen Nationalbank auch nach außen getragen werden kann.

In seinem Impulsvortrag zum Thema „Unconscious Bias“ spannte Mag. (FH) Peter Rieder anschließend den thematischen Bogen über das LGBT Business Forum und lieferte Erklärungen, warum wir Menschen zu unbewusste Vorurteilen neigen. Mit praktischen Beispielen und Gedankenexperimenten machte er anschaulich, welche Auswirkungen diese Wahrnehmungsverzerrungen bzw. blinden Flecken auf unser Handeln haben.

Der Vortrag war zugleich als inspirierender Input für das darauffolgenden „IBM Design Thinking“, einem multiperspektivischen Workshop, in dem die Lösungsansatze zu den Themenbereichen „von der Privatsache zur Ressource Group“, „vorurteilsfreie Führung & Straight Allies“ und „Employer Branding mit Fokus auf Anti-Bias“ erarbeitet wurden.
Ziel war es, in gut drei Stunden die jeweiligen Herausforderungen fiktiver Charaktere und Unternehmensumgebungen, durch kreative und interdisziplinäre Lösungswege zu bewältigen. Beispiele für Problemstellungen waren unter anderem der Umgang mit dem Coming-out eines Arbeitskollegen oder die Nutzung der Vielfalt im Unternehmen. In den drei Stunden wurde gepinnt, geklebt, gemalt und diskutiert – und im abschließdenden großen Plenum, die gemeinsam gefundenen Strategien, vorgestellt.

Nach der sehr gelungenen Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer_innen beim Buffett vernetzen und im eindrucksvollen Ambiente der Oesterreichischen Nationalbank ins Gespräch kommen.