Anlässlich des Life-Balls und Conchita Wursts Sieg beim Song-Contest griff der ORF am 01.06.2014 erneut das Thema Toleranz auf und widmete ihm die Talk-Sendung „Im Zentrum“.

Im Zentrum

Unter dem Titel Toleranz – mehr Schein als Sein? diskutierten Marco Schreuder (Die Grünen), Marcus Franz (Team Stronach), Stephanie Merckens (Institut für Ehe und Familie), Mario Soldo (Model-Agentur-Betreiber, Drag Queen) und Elisabeth Holzleithner (Rechtsphilosophin, Gender-Forscherin). QBW Vorsitzende Astrid G. Weinwurm-Wilhelm verfolgte die Sendung vor Ort als Publikumsgast und sprach über Outing am Arbeitsplatz.

Moderatorin Ingrid Thurnher ging explizit auf den Lebensbereich „Arbeit“ ein und stellte die Frage, warum die sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz Thema sein sollte. Astrid G. Weinwurm-Wilhelm illustrierte ihre Antwort mit einer Aufforderung:
„Stellen Sie sich vor, Sie sind hetero – und niemand weiß es! Die heterosexuelle Orientierung ist ebenso eine sexuelle Orientierung wie die homosexuelle. Lesbische und schwule Menschen stehen im Job aber täglich vor der Frage, ob sie sich outen oder nicht – und wem gegenüber. Der Montagmorgen-Kaffee oder Fragen nach dem letzten Urlaub sind genau die Situationen, in denen das Privatleben ins Berufliche kommt. Auch im Fall von freiwilligen Sozialleistungen, die Unternehmen an ihre verheirateten Mitarbeiter_innen leisten, stehen homosexuelle Menschen vor der Entscheidung, sich zu outen, um dieselben Vergünstigungen zu erhalten oder offiziell als Single zu gelten.“

Astrid G. Weinwurm-Wilhelm in der ORF-Sendung "IM ZENTRUM"

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Astrid G. Weinwurm-Wilhelm in der ORF-Sendung „IM ZENTRUM“

 

„Als QBW unterstützen wir lesbische Frauen in ihrem Selbstverständnis, fördern die Vernetzung der Frauen untereinander, beraten Organisationen bei deren Implementierung von Diversity Management in der Dimension sexuelle Orientierung und sensibilisieren die politisch Verantwortlichen und beruflichen Interessenvertretungen, um die Sichtbarkeit von Lesben im Erwerbsleben zu erhöhen. Unsere Empfehlung richtet sich an die Unternehmen, ein Betriebsklima herzustellen, in dem sich jede und jeder eingeladen fühlt, sich zu outen, wenn er oder sie das möchte!“

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